Vom Alchemisten zum Metallurgen

unterwegs als Mensch und Wissenschaftler

Franz Oeters

A5, Gebundene Ausgabe - 325 Seiten

GRIPS media 2004

ISBN 3-937057-06-4

44,- EUR

"...Franz Oeters, Jahrgang 1928, Chemiker, Industriemetallurge und Hochschullehrer hat uns aus seinem Leben erzählt. ... Dieses Leben als Student, Betriebsingenieur und Berliner Hochschullehrer mit vielen Gastprofessuren ... beschreibt der Verfasser ansprechend, kritisch und informativ, blendet zahlreiche persönliche Begebenheiten ... ein, die den wissenschaftlichen Handlungsgang durchziehen. Hervorragend herausgearbeitet ist die historische Darstellung der Behandlung der Stoffumsätze bis zur Mitte der siebziger Jahre. Oeters erkannte sofort mit aller Deutlichkeit, daß die metallurgische Verfahrenstechnik ... den Weg liefert, der zur Optimierung metallurgischer Prozesse führt. Wenn ich auch das Interesse eines naturwissenschaftlichen Lesers bejahe, so wird doch erst ein Metallurge die Sorgfalt, Konsequenz und Schönheit der Darstellung voll erfühlen können. Unsere junge Generation kann aus dem Buch lernen, daß neben Neugier, Staunen und Phantasie nur lebenslanger Fleiß und persönlicher Einsatz zu jenem Erfolg führt, der Franz Oeters zu einem der weltweit bekannten führenden Metallurgen gemacht hat.   Prof. Dr. Martin G. Frohberg, Celle

"... Der zeitliche Rahmen des Lebens des Franz Oeters wird bestimmt durch die Phase, die vom Zusammenbruch des Dritten Reiches bis zur Wiedervereinigung reichte ... - ein Zeitabschnitt, der durch entscheidende Entwicklungen im politischen wie im industriell-wirtschaftlichen Sektor geprägt wurde. ... Der Verfasser hat keine Trennung vorgenommen: hier private Lebensform, dort der ausgeübte Beruf - sondern, wie es ja auch dem realen Leben entspricht, zeigt er, wie Lebensform und Beruf sich wechselseitig beeinflussen. Das wird konkret und anschaulich erzählt von jemandem, der als Naturwissenschaftler gewohnt ist, zu beobachten und wahrzunehmen. Von daher gewinnt der Lebensbericht eine eigentümliche Spannung: der Leser kann teilnehmen an der Geschichte in des Wortes doppelter Bedeutung, nämlich an einer privaten Lebensgeschichte und an der allgemeinen Zeitgeschichte mit ihren besonderen Herausforderungen.   Dr. phil. Reinhard Heisterhagen, Bad Hersfeld

„... ist der Alchemist in uns grenzenlos mutig, innovativ und vielleicht etwas träumerisch, er schreckt vor nichts zurück ..., ist die treibende Kraft der technischen Errungenschaften; während ... der Metallurge begeisterungsfähig, jedoch nüchtern und sachlich ist und im Laufe der Jahre seine Grenzen einsieht und lernt, auf dem harten Boden der erbarmungslosen Tatsachen zu bleiben. Zum Alchemisten wird er jedoch in dem Moment, in dem er mit einer neuen Aufgabe, die bis dahin vielleicht niemand zu lösen wagte, konfrontiert wird. So handelt er (Oeters) z.B. die Gebiete der Kinetik der Stahlentgasung und des Stoffüberganges Flüssig-Flüssig in metallurgischen Systemen ab, bis dahin eine terra incognita. Vom Alchemisten zum Metallurgen ist eine kritische Bestandsaufnahme und Analyse der Erlebnisse, Eindrücke und Werke eines seriösen, erfolgreichen, bescheidenen, ausgeglichenen, mit sich und mit seinem Umfeld zufriedenen Metallurgie-Wissenschaftlers, der den Leser von der ersten Seite an beeindruckt und mitreißt. Das Buch ist jedem, der an Mensch und Technik interessiert ist, wärmstens zu empfehlen. Leider kommt es selten vor, daß die Techniker und Naturwissenschaftler ihre Memoiren schreiben."   Dr.-Ing. habil. Alpaydýn Saatçi, Frankfurt

"... Die Problemstellungen seiner Forschung kamen von der Praxis, und er gab ihnen eine wissenschaft-lich exakte Formulierung. Man konnte danach wich-tige Schlußfolgerungen und Anweisungen für die Praxis und die weitere technische Entwicklung ableiten. Von diesem Prozeß der Forschung bekommt der Leser des Buches eine anschauliche Vorstellung. ... Wie junge Wissenschaftler und Ingenieure, darunter auch aus China und anderem Ausland, bei ihm ausgebildet wurden und an der Forschung teilhatten, beschreibt Franz Oeters ... konkret, so daß der Leser auch hier ein anschauliches Bild gewinnt. Prof. Oeters war sechsmal in China ... er schildert seine Aufenthalte dort aus persönlicher Sicht, wobei auch die Darstellung der chinesischen Lebensweise und sein und seiner Frau Erleben der Kultur und der Menschen unseres Landes einen gebührenden Platz finden. Durch dieses Buch können wir ihn weiter kennen-lernen und von ihm lernen." Prof. Dr. Zhong Zengyong, Peking Executive Vicepresident, Chinese Society for Metals

"... Das Buch ist eine wahre Fundgrube für jeden Metallurgen. Vermittelt es dem Leser doch tiefe Ein-blicke in die Industrielandschaft und -geschichte. Die Beschreibung seiner Umgebung und die Unterneh-mungen mit seiner Familie öffnen den Blick für das industriell geprägte Ruhrgebiet mit attraktiven Land-schaften und Kultur. Die von vielen Bürgern nicht gesehene revolutionäre Weiterentwicklung der Metallurgie tritt hier zu Tage. Darüber hinaus wird sichtbar, daß der so technikorientierte Ingenieur sehr wohl auch kulturelle Neigungen haben darf. ..."   Prof. Dr.-Ing. Klaus Wünnenberg, Duisburg